[Rezension] Jörg Krämer - Gefährten der Hoffnung





Format: Taschenbuch / E-Book
Preis: 15,95 € / 4,99 €
Seitenanzahl: 236
Meine Wertung: 4 Anker
Reihe: erster Band einer Reihe
Verlag: net-Verlag
ISBN: 978-3-957202659
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Inhalt
In einer zerstörten Welt, bewohnt von Mutanten und erwachten Wesen, findet Erik seine große Liebe: Irinskat.
Alles scheint perfekt. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Irinskat und ihre Tochter Nanuk werden von Plünderern entführt.
Kann Eriks vierbeiniger Gefährte Odin, ein riesiger Bärenhund, helfen, Irinskat zu retten? Und welche Rolle spielt Giada, die italienische Kriegerin, der sie unterwegs begegnen?
Während der Suche tritt immer häufiger Eriks Geheimnis zutage. Wird das seine Familie retten oder seine Gefährten in den Untergang reißen?

Zach, der Waldkauz, ist Nanuks Freund. Er unterstützt die Gefährten als Kundschafter und erzählt ihre Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise. (Quelle: amazon.de)


Meine Meinung

Cover
Mir gefällt die Illustration echt gut. Sie stellt die Hauptcharaktere dar und sieht in "echt" noch viel besser aus als auf dem Bild. Ich denke, der Titel hätte ohne das Weiß und Grün darunter besser ausgesehen, aber es passt zum Rest des Buches, welches in den gleichen Farben gehalten ist. 

Erster Satz
"Seit nur noch wenige Menschen in diesem Gebiet lebten, war die Luft viel klarer und das Grün der Pflanzen viel intensiver geworden.

Meinung
Auf dieses Buch bin ich durch den Autor aufmerksam geworden und die Geschichte klang echt interessant, weshalb ich sie lesen wollte. Es ist als Fantasy gekennzeichnet, klingt jedoch auch sehr nach Endzeit - und darauf hatte ich eh schon lange mal wieder Lust, da kam das Buch genau recht.

Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig. Die Sätze sind kurz und ohne viele Ausschmückungen. Der Erzähler ist ein kleiner Waldkauz, der alles beobachtet und auch eine Rolle in der Geschichte übernimmt, was ich total interessant fand, denn sowas habe ich bisher noch nicht gelesen. Die Kapitel spielen abwechselnd in der Vergangenheit und in der Gegenwart, was ich sehr spannend fand. Man hat dies auch immer gut erkannt, obwohl es nicht explizit dastand. 
Die Hauptcharaktere waren sehr gut ausgearbeitet, jedoch bleiben sie recht distanziert. Da wir nicht wirklich Gedanken und Gefühle erfahren, konnte ich mich nicht richtig mit den Charakteren identifizieren und diese sind mir nicht unbedingt ans Herz gewachsen, wie bei anderen Büchern. Erik ist ein starker und sehr trainierter Schwertkämpfer, der alles für seine Liebsten geben würde. Odin ist sein Vertrauter, sein Germanischer Bärenhund - ein Biest von Tier. Er ist riesig und trotzdem liebenswürdig und hilft seinem Herrchen/Freunden bei der Suche und beschützt diese. Gardia ist eine talentierte Kämpferin, welche ein magisches Schwert führt und daher eine regelrechte Tötungsmaschine ist. Zach ist der Waldkauz, welcher die Geschichte erzählt. Er ist der Gruppe als Späher aus der Luft behilflich. Alle Charaktere waren sehr unterschiedlich, was ich sehr mochte. 
Die Nebencharaktere lernen wir kaum kennen, obwohl es einige gibt. Zum einen sind da natürlich Eriks Familie; Kat und Nanuk. Seine alten Freunde, wie beispielsweise Özdem. Mich hätte sehr die Geschichte von Meister Chong interessiert - wie kam er zu all dem Wissen über Schwerter und Magie? 
Die Handlung hat mir gut gefallen. Die Welt wie wir sie kannten gibt es nicht mehr, denn durch ein gefährliches Virus entstanden Roks. Welche Zombies ähneln, aber teilweise super schnell und geübt im Kampf sind. Sie sind super gefährlich, da sie anders als Zombies, noch Entscheidungen treffen und Gedanken haben, eine Sprache und in bewaffneten Gruppen umherziehen. Teilweise sogar schlau genug sind um mit Söldnern zusammenzuarbeiten - total verrückt und eine (für mich) neue Idee. Außerdem gefiel es mir, dass die Geschichte in Deutschland spielt und nicht wie normalerweise irgendwo in Amerika.

Fazit
Ein gelungenes Buch mit einer packenden Endzeit Geschichte, erzählt von einem Kauz. Ich mochte die Handlung und die Zeitsprünge, obwohl die Geschichte recht brutal und blutig ist - bei dem Genre aber zu erwarten. Ich hätte gerne besseren Zugang zu den Charakteren gefunden, vielleicht passiert das ja in einem anderen Band, denn ich glaube, die Geschichte rund um Erik und seine Freunde ist noch nicht vorbei. Lest das Buch, wenn ihr Lust auf eine neue, erfrischend erzählte Zombiegeschichte habt.
Vielen Dank an den Autor für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!



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